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24 Stunden- Wanderung 2019

Bereits zum siebten mal bietet die Ausdauersportabteilung der SG Empfingen im Juni wieder eine 24-Stunden-Wanderung an. Die Organisatoren wollten in diesem Jahr eine besondere Herausforderung den interessierten Teilnehmern bieten. Während die vergangenen sechs 24-Stunden-Wanderungen zwischen 72 und 90 Kilometer lang waren legten die Verantwortlichen Organisatoren dieses Jahr noch eine gehörige Schippe drauf.

Die Vorgabe lautet: 100 Kilometer von Straßburg nach Empfingen in 24 Stunden. Verrückt? Offenbar nicht. Denn bei der Vorstellung dieser Extremwanderung am vergangenen Freitag im „Seeblick“ war das Nebenzimmer brechend voll. Innerhalb kürzester Zeit hat Organisator Gabriel Müller 55 Anmeldungen auf dem Tisch. Enttäuschend ist, dass das Limit auf 40 Teilnehmer aus organisatorischen Gründen festgelegt werden musste.

Los geht’s am  21. Juni mit dem Bus bis Straßburg. Startpunkt der Wanderung ist auf der Rheinbrücke genau auf der Grenze zu Frankreich. Die Strecke führt die 40 Teilnehmer, fünf Wanderführer und fünf Betreuer über Oberkirch und Oppenau zum Kniebis. Von dort geht es auf direktem Weg nach Lauterbad wo das Frühstück im bis dahin neueröffneten Design Hotel „Fritz Lauterbad“ wartet.

Über Glatten und Dürrenmettstetten wollen die insgesamt 10 Helfer der Ausdauersportabteilung alle 40 Teilnehmer nach 24 Stunden ins Ziel am Seeblick bringen. Also doch ganz verrückt.

Alpenbrevet 2018

Extreme Kälte, Regen und Graupelschauer machte den drei Empfinger Radfahrern der Sportgemeinschaft beim schweizerischen Alpenbrevet schwer zu schaffen. Auf Grund der miserablen Wetteraussichten traten schon mal ein Drittel der 3000 gemeldeten Teilnehmer am Morgen erst gar nicht zum Start an. Doch ein Startverzicht kam für die drei Empfinger nicht in Frage. Allerdings war auch klar, dass das vorgegebene Ziel, alle fünf Alpenpässe mit 7000 Höhenmetern zu fahren, sehr schwer werden wird.

„Ihr habt den schlechtesten Tag seit Ostern erwischt“, so war die einhellige Meinung der Einheimischem vom Startort Andermatt am Fuße des Gotthardpasses. Doch trotz der widrigen Wetterverhältnisse schafften Wolfgang Kolb und Gabriel Müller vier Alpenpässe. Für  Kurt Fischer war bei drei Schluss.

Um 6.45 Uhr bei 5 Grad plus und Nieselregen knallte der Startschuss. Schnell zeigt der Tacho über 50, gut 10 Kilometer rauschen die Radler die Schöllenenschlucht hinab. In Wassen geht`s ab zum Sustenpass. 19 Kilometer und 1200 Höhenmeter warten. Aber nicht die Höhenmeter sondern das das immer kältere Wetter macht allen zu schaffen. Auf der Passhöhe auf 2224 Seehöhe Temperaturen um den Gefrierpunkt, dichter Nebel und ein stürmischer Wind. Alles Verfügbare anziehen und möglichst schnell in Richtung Tal abfahren war die beste Lösung. Auf dem steilen Weg zum anschließenden Grimselpass  bei Tempo 10 gibt eigentlich Zeit das Bergpanorama zu genießen. Doch einsetzender Regen und dichter Nebel verhinderte jeden Genuss. Für die Drei heißt es wieder möglichst schnell von der Passhöhe Richtung Rhonetal abzufahren. Hier konnten die Teilnehmer wählen ob sie die Abkürzung über den Furkapass direkt zum Ziel nehmen. Und die nutzte Kurt Fischer. Nach 120 Kilometer und 3675 Höhenmeter war er im Ziel. Verständlich, nimmt er doch schon am kommenden Wochenende beim Ötztalradmarathon teil.

Für Kolb und Müller wartete noch der Nufenenpass, mit seinen 2478 Meter Höhe das Dach der Tour. Das Wetter wurde nicht besser und der durchgehende 12% Anstieg zur Passhöhe eine Herausforderung. Am Straßenrand verdutzte Rindviecher, die wahrscheinlich die vorbeifahrenden Radler für selbige halten. Durchgefroren folgte die lange Abfahrt nach Airolo im Tessin. Auch hier konnten die Teilnehmer entscheiden ob sie tatsächlich die anschließenden Pässe Lukmanier und Oberalb noch fahren oder den kürzeren Weg über den Gotthardpass nehmen. Da für den Nachmittag Dauerregen für die ganze Schweiz vorausgesagt war entschieden sich die Beide für den kürzeren Weg über den Gotthardpass. Nur noch 25 Kilometer. Aber: 1000 Höhenmeter auf 12 Kilometer. Auf der „Tremola“, der legendäre Kopfsteinpflaster-Aufstieg auf der alten Gotthardpassstraße. Dazu noch stürmischer Gegenwind. Immer öfter halten Radler an, gönnen den müden Beinen eine Pause. Andere schieben. Fragen sich: „Was mach ich hier eigentlich?“. Irgendwie kommen dann doch oben alle an. Auch hier das gleiche Bild. Graupelschauer, dichter Nebel, gefühlte 5 Grad minus. Eine letzte Abfahrt in Richtung Ziel folgte.

Nach 160 Kilometer und fast 5100 Höhenmeter sind die Beiden im Ziel. Durchgefroren, aber glücklich.

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Aktion: 24h- Wanderung 2018

24h 2018Quelle: Schwarzwälder Bote

„Super intensiv“, so der Altheimer Christoph Theurer, Teilnehmer der diesjährigen 24-Stunden-Wanderung der SG Empfingen. Damit meinte er nicht nur die immense sportlich Herausforderung dieser Extremwanderung, sondern vor allem aber um das einzigartige Erlebnis in der Natur, das wandern über Nacht bei Vollmond und das berauschende Gefühl, den inneren Schweinehund immer wieder besiegt zu haben.

 38 Teilnehmer, vier Wanderführer und zunächst zwei Betreuer im Begleitbus starteten am letzten Freitag pünktlich um 16 Uhr am Sportrestaurant „Seeblick“ in Empfingen. Bis auf zwei Teilnehmer liefen alle pünktlich nach 24 Stunden wieder in Empfingen ein.

78 Kilometer, 1500  Höhenmeter über Stock und Stein und das ganze in 24 Stunden. Tags wie nachts. Nur zu Fuß. Mit regelmäßigen Unterbrechungen zwar, aber ohne Schlaf. So sah auch die diesjährige 24-Stunden-Wanderung durch den Schwarzwald aus, von der die Teilnehmer in der Regel drei Viertel der Zeit tatsächlich auf den Beinen sind. Der Rest besteht aus Ess-, Trink- und kurzen Regenrations- Pausen.

Die Strecke führte über Dettingen, Prioberg, Loßburg, Alpirsbach, Hopfau und zurück nach Empfingen. In Dürrenmettstetten war die erste kleine Pause eingeplant. Ein Aufstieg auf den dortigen Aussichtturm war zwar nicht eingeplant, wurde aber von den meisten Teilnehmern genutzt. Ab Leinstetten zeigten dann die Stirnlampen den Weg Richtung Loßburg. Im gemeinsamen Lichtkegel kann man die Wurzeln auf dem Weg besser erkennen und den Stöcken des Vordermanns besser ausweichen. Mit der Dunkelheit verstummten auch immer mehr die Gespräche, die Augenlieder und die Beine wurden langsam schwerer.

Ab Loßburg folgte der Wandertross  der Kinzig bis nach Alpirsbach. Dort war auch etwas mehr als die Hälfte der Strecke geschafft. Und auch wenn die meisten zwischendurch das Unterfangen verfluchten: Eine Schwarzwaldkulisse im Vollmondlicht kann für alle Strapazen entschädigen.

Im Trott geht es zunächst steil bergauf Richtung Peterzell. Die Wanderführer haben die Strecke – das Wandertempo und auch die Pausen –genau geplant und wollten alle beieinander halten. Doch alle Schäfchen lassen sich nicht einfangen. „ Ich muss mein eigenes Tempo laufen. Das langsame Tempo ist mir zu anstrengend“, so eine Teilnehmerin. Doch beim Frühstück im Sportheim in Peterzell waren wieder alle zusammen. Hier waren über 50

Kilometer der Strecke geschafft. Die Bedingungen konnten auch nicht besser sein. Zuerst angenehme Nachttemperaturen bei Vollmond und nach dem Frühstück schien die Sonne gnädig auf die liebliche Schwarzwaldlandschaft. Doch lange 28 Kilometer warteten noch auf die inzwischen doch recht müden Wanderer.

Über Marschalkenzimmern folgte der lange Weg durch das Dobeltal bis nach Hopfau. „Keinerlei Probleme“, so Ludwig Appenzeller vom Horber Häßler Vital Center auf die Frage wie es ihm geht. Verständlich, hatte doch eine Alpenüberquerung zu Fuß für ihn als Vorbereitung gedient. Für die Empfinger Extremwanderung ist nicht nur die körperlich Verfassung wichtig, sondern vor allem eines ist entscheidend: der Wille, an seine Grenzen zu gehen. Denn die wird vermutlich jeder  24-Stunden-Wanderer im Laufe der Tour irgendwann erreicht haben. Denn die psychische Stärke aufzubringen, die körperliche Hängepartie durchzustehen, macht ja auch den Reiz aus.

 In Glatt im Schlosskaffe folgte eine letzte Stärkung bevor es über Fischingen den langen Anstieg in Richtung Empfingen ging. Hier wurde deutlich, dass der Weg zum Glücksgefühl ein beschwerlicher ist. Da ist von Blasen die Rede, Knie- und Hüftschmerzen und wilde Verfluchungen, sich auf ein solches Unternehmen überhaupt eingelassen zu haben. Am Ende jedoch überwiegten bei allen die positiven Erlebnisse. Und der Stolz, die Strapazen überwunden zu haben, tut sein Übriges dazu. 

 


 

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