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Vereinschronik

Sportgemeinschaft Empfingen Vereinschronik…

Die Anfänge des Sportvereins liegen in den zwanziger Jahren. Das Gründungsjahr selbst kann heute durch einen glücklichen Zufall genauestens benannt werden. Aus wieder aufgefundenen Niederschriften des damaligen Kassiers Albert Brendle, ist eindeutig der Beweis erbracht, dass im Jahre 1926 mit der Sportbetätigung begonnen wurde. Diese Betätigung bestand teils aus turnerischen Übungen, teils aus Fußball, wobei das Fußballspiel im gleichen Jahr noch sehr stark in den Vordergrund trat. 

Diese Fußballbegeisterten Jungen von damals 14 bis 17 Jahren hatten grosse Schwierigkeiten zu bestehen, da ein jeder einzelne für die finanzielle Mittel selbst aufzukommen hatte. Der Sportverband "Schwaben" mit Sitz in Horb wurde ins Leben gerufen, diesem Verband schloss sich der Sportverein an. Es bildete sich eine Vorstandschaft. Zum Vorsitzenden wurde Johann Henger, Mühlheimer Straße gewählt, er leitete die Geschicke des Vereins bis zum Jahre 1942. Nach langen Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung überlies diese den Sportbegeisterten ein Stück Schafweide am Fuße des "Hungerbühls" an der Haigerlocher Straße. Es folgten die ersten Verbandsspiele, Empfingen spielte in der B-Klasse 1 gegen Mannschaften aus Dettensee, Mönchberg, Ahldorf, Mühlen, Nordstetten und Bühl. Zum ersten Verbandsspiel trafen sich Empfingen und Dettensee in Empfingen. Nach überzeugendem Spiel gewann Empfingen verdient mit 7:0 Toren. 

Erfolgreich war der Spielbetrieb im Fluss, doch mussten auch harte Zeiten überstanden werden. Aus einem Zeitungsartikel des Schwarzwälder Boten aus dem Jahre 1939 ist nachzulesen : Die Empfinger Fußballmanschaft, die vor einem halben Jahr der Auflösung nahe war, sich aber noch rechtzeitig auf sich selbst besann, schreitet von Sieg zu Sieg. Am Fasnachtssonntag schlug sie die Mannschaft aus Wittershausen auf eigenem Sportplatz mit 15:1 Toren.  

Die verwirrende Zeit bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges brachte den Spielbetrieb zum Erliegen. Die meisten Spieler wurden zu den Waffen gerufen. Viele kehrten nicht mehr zurück, die Sportgemeinschaft gedenkt Ihrer in Ehren. Die Kriegsjahre und der darauffolgende totale Zusammenbruch brachten einen vollständigen Stillstand in der Entwicklung des Vereinslebens, die französische Militärbehörde untersagte jegliche Vereinstätigkeit. 

Nach und nach traten wieder etwas geordnete Verhältnisse ein. Die Siegermächte sahen bald ein, dass es vernüftiger ist, die Schaffensfreude der Bevölkerung zu fördern, als durch grosse Willkür weitere Zerstörungen anzurichten. Das Verbot der Vereinstätigkeit wurde aufgehoben und somit stand der Sportverein, mit seiner Neubezeichnung, Sportgemeinschaft, im Jahre 1946 vor der Neugründung. Das zunehmende Interesse am Fußballsport steigerte den Zustrom an Zuschauern. Überzeugt von der Notwendigkeit, stellte die Gemeindeverwaltung am Eingang in den Häder ein geeignetes Gelände zur Verfügung. In mühsamer Feierabend- und Freizeitarbeit wurde eine Sportplatzanlage geschaffen, die am 21. Mai 1951, verbunden mit dem 25jährigen Vereinsjubiläum eingeweiht wurde. Seit dem Jahre 1957 führt die Sportgemeinschaft alljährlich ein Strassenpokalturnier durch. 

1965 erbaute die Gemeinde auf dem Schulgelände eine Turnhalle mit Lehrschwimmbecken. Die starke Belegung dieser Einrichtung durch Schule und sporttreibende Vereine, führte bald zu Engpässen, man trug sich mit Erweiterungsgedanken.

Im Jahre 1967 traten eine Damenhandballmannschaft sowie eine Männer-Turner-Abteilung der Sportgemeinschaft bei. 

Der Gemeinderat stimmte im Januar 1973 dem Projekt "Turnhallenerweiterungsbau" zu und im Herbst konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Herstellungskosten für dieses rund 1250 cbm umfassende Objekt beliefen sich auf ca. 450 000 DM. Davon erbrachte die Sportgemeinschaft einen finanziellen Beitrag von 100 000 DM in Form von Eigenleistungen. Die Einweihung erfolgte am 6./7. September 1975. Durch den Bau der Autobahn Stuttgart - Westlicher Bodensee stand der Sportplatz "Häder" ab der Spielsaison 1976/77 nicht mehr zur Verfügung. Als vorübergehender Ausweichplatz diente der ehemalige Müllplatz auf dem "Hochgericht". 

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule, Turn- und Schwimmhalle, entstanden in terassenförmiger Anlage ein Hartplatz, ein Hauptrasenspielfeld mit leichtathletischen Anlagen und ein Ausweichplatz. Durch die grosszügige Unterstützung durch Fabrikant Julius Bauser konnte der Hartplatz mit einer Fluchtlichtanlage versehen werden. Mit Mitteln der Sportgemeinschaft von rund 56 000 DM wurde das Ausweichspielfeld ebenfalls mit einer Fluchtlichtanlage ausgestattet. 

Der Hartplatz bot ebenfalls die Möglichkeit, Tennis zu spielen. Am 8. Mai 1974 schloss sich die neugegründete Sparte Tennis der Sportgemeinschaft an. Schon in den vierziger Jahren fand der Tischtennissport in umserem Heimatort Einzug. Unter primitivsten Verhältnissen in Wirtschaftssälen mit gewöhnlichen Tischplatten wurde diesem Sport gehuldigt. Verschiedene Gründe erbrachten dann 1955 einen Stillstand in dieser Sportart. Am 1. August 1976 gründete sich die Tischtennisabteilung der Sportgemeinschaft neu. Vom 16. - 20. Juni 1977 wurde das neue Sportzentrum verbunden mit dem 50jährigen Vereinsjubiläum gebührend eingeweiht. 

Vom 16. Juni - 21. Juni 1982 veranstaltete die Sportgemeinschaft Ihre 1. Sportwoche, finanziell unterstützt von der Julius-Bauser-Stiftung. Geboten wurde Spitzensport in Tischtennis, Turnen und Tennis. Ein OberligaFußballspiel stand ebenfalls auf dem Programm. Die Handball-Damenmannschaft bestritt ihr Abschiedsspiel. 

Ihr neues Clubheim weihte die Abteilung Tennis vom 21. Mai - 22. Mai 1983 ein und gründete zum 1. Januar 1984 einen selbständigen Verein. Ausschließlich erhebliche Steuerersparnisse waren die Gründe für diesen Entschluß. Am 1. August 1984 startete die AH-Mannschaft zu einem 14tägigen Amerika-Trip. 

Sportliche Höhepunkte bei der 2. Empfinger Sportwoche vom 12. Juni - 19. Juni 1987 waren ein Fußballandesligaturnier, ein Tischtennisschaukampf mit den Weltklassespielern Liang Geliang, Milan Orlowski und Zoran Kalinic sowie die Turnvorführungen des württemb. Meisters TV Wehingen. Ein besonderes Spektakel war der Boxkampf im vollbesetzten Festzelt zwischen Böblingen und einer Auswahl Rottweil/Albstadt. Über 500 Zuschauer verfolgten den 1. Reinhold-Köhler-Gedächtnis-Triathlon. Im Jahre 1988 gründete sich unter dem Dach der Sportgemeinschaft eine Triathlonabteilung. Die 3. Empfinger Sportwoche vom 14. August - 19. August 1991 verbunden mit dem 65. jährigen Vereinsjubiläum wurde wiederum von der Julius-Bauser-Stiftung unterstützt. Boxen mit Rene Weller und Markus Bott, Tischtennisschaukampf mit den Chinesen Chen Xinhuus und Guo Yuehus, Rugbyspiel , sowie ein Fußballspiel zwischen der AH Empfingen und Alt-Internationalen bildeten die Höhepunkte des Programms. Am 6. Oktober 1995 wurde die Abteilung Turnen mit rund 200 Mitgliedern neu ins Leben gerufen. 

Ein absolutes Spitzenprogramm präsentierte die SG und Julius-Bauser-Stiftung bei der 4. Empfinger Sportwoche vom 10.Juli - 15. Juli 1996 mit der Uwe-Seeler-Traditionself und dem Turn-Ex-Weltmeister Eberhard Gienger. Am 11.-12. September 1999 fand die Großveranstaltung "Treffpunkt Empfingen" statt. Mit "Go Sports" hatte die SG ein attraktives Rahmenprogramm nach Empfingen geholt. 

Das bisher größte Projekt der Vereinsgeschichte, Erweiterung Sportheim und Bau einer Geschäftsstelle startete am 3. Dezember 1999 mit dem Spatenstich. Mit dem Erweiterungsbau rüstet sich die Sportgemeinschaft fürs neue Jahrtausend.

Das Sportrestaurant Seeblick wurde am 15.10.2000 durch den 1. Vorsitzenden, dem Bürgermeister und allen Mitgliedern, Freunden und Gönner der SG bei einem „Tag der offenen Tür“ eingeweiht. Offiziell eröffnete am 05.11.2000 der Pächter das Sportrestaurant Seeblick.

Im Jahr 2001 feierte die Sportgemeinschaft Empfingen an verschiedenen Terminen das 75jährige Bestehen mit einem buntem Programm. Das Motto des Jubiläumsjahres lautete „Gemeinsam in die Zukunft“. Die Auftaktveranstaltung bildete in der zweiten Januarwoche das erste Jubiläumshallen-Fußballturnier. Die offizielle Geburtstagsfeier war am 20.05.2001 in der Tälesee-Halle, ein Festakt mit zahlreichen Grußworten, Festreden und Ernennungen neuer, verdienter Ehrenmitglieder. Hans Deuringer (2. Vorsitzender) bekam die silberne Landesehrennadel sowie den erstmals vergebenen Ehrenpreis der SGE mit Namen „Nike von Samothrake“ – ein Abbild der griechischen Siegesgöttin. Das Original steht im Louvre von Paris.

Ein absolutes Highlight und Schlusspunkt des Jubiläumsjahres, war der Gala-Abend am 27.10.2001. Akrobatik der Extra-Klasse boten die „Flying Danish Superkids“, eine Gruppe aus Dänemark, die für ihre Vorführungen weltweit als einzige Amateurgruppe einen Zirkus-Oskar verliehen bekommen haben. Gleichzeitig feierte die Abteilung Tischtennis am 29.09.2001 das 25-jährige Bestehen.

Im April 2002 sicherte sich die Abteilung Tischtennis den Kreisligatitel und damit erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Bezirksklasse.

Einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte war im Frühjahr 2002. Die 1. Fußballmannschaft der SGE wurde Meister des Bezirks nördlicher Schwarzwald und stieg somit in die Landesliga auf. Außerdem holte die Sportgemeinschaft den Pokal nach Empfingen.

Beim Neujahresempfang 2003 der Gemeinde Empfingen übergab Bürgermeister Albert Schindler für besondere Verdienste als Mitarbeiter der Sportgemeinschaft dem 1. Vorsitzenden Uwe Gfrörer die silberne Landesehrennadel und dankte ihm für sein Engagement.

Am 23.01.2004 war der Spatenstich für den ersten Kunstrasenplatzes, der am 11. und 12.09.2004 mit einem kleinen Festakt eingeweiht wurde.

Im Jahr 2006 feierte die SGE ihr 80jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsjahr mit vielen verschiedenen Veranstaltungen. Bei dem Festakt am 05.03.2006 war hoher Besuch geboten, unter anderem damaliger Ministerpräsident Günther Öttinger sowie damaliger Landrat Peter Dombrowsky. Heinz Hornberger, stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises ehrte verdiente Vereinsmitglieder für ihr jahrelanges Engagement. Franz Ladenburger, Rainer Schäfer, Manfred Teichert und Holger Zimmermann erhielten für ihren Einsatz die bronzene Ehrennadel. Uwe Gfrörer und Hans Deuringer erhielten die goldene WLSB-Ehrennadel.

Eines der größten Vereinserfolge im Jugendbereich war am 25.06.2007 der Aufstieg der C-Jugend in die Landesstaffel. Ein weiterer Erfolg war am 25.01.2010 als die D-Jugend Hallenbezirksmeister wurde.

Am 17.06.2010 stieg die 2. Mannschaft der SGE nach dem Relegationsspiel gegen Lützenhardt in die Bezirksliga auf.

Ein weiterer Erfolg im Jugendbereich der SGE war am 31.05.2011 als die B-Jugend in die Verbandsstaffel aufstieg.

Eine Ära ging am 30.03.2012 zu Ende: Nach 15 langen Jahren Vorstandschaft übergab Uwe Gfrörer sein Amt als 1. Vorsitzender an den nun neuen 1. Vorsitzender der SGE Ralf Schima. Im Juni 2012 musste die Abteilung Fußball eine Niederlage hinnehmen und ist von der Landesliga in die Bezirksliga abgerutscht. 

Am 21.05.2013 feierte die Tischtennisabteilung gemeinsam mit Bürgermeister Albert Schindler die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksklasse Schwarzwald.

Der erste Spatenstich für den Bau des 2. Kunstrasenplatzes war am 06.06.2013. Dieser wurde dann am 19.10.2013 mit einer kleinen Feier eingeweiht und erhielt den Namen „Brändle-Sportstadion“.

Gleich zwei Erfolge durften die A-Jugend sowie die C-Jugend der Abteilung Fußball im Mai 2014 feiern. Beide Mannschaften wurden Meister der Fußball-Bezirksstaffel nördlicher Schwarzwald.

Bei der Generalversammlung am 24.10.2014 ging eine weitere Ära zu Ende. Nach 37 Jahre im Einsatz trat Hans Deuringer (2. Vorsitzender) seinen Rückzug an. Er wurde durch Matthias Sauter abgelöst.

 

Ralf Schima

1. Vorsitzender

 

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